Michaelina

Ausstellung

Im Rahmen von ‘Antwerpen Barock 2018. Rubens als Inspiration’ zeigen das Rubenshaus und das MAS die erste Überblicksausstellung zum Werk von Michaelina Wautier (1614–1689). Die Ausstellung ‘Michaelina’ präsentiert eine außerordentlich talentierte Künstlerin, die in einer Zeit aufwuchs, als weibliche Künstler eine Ausnahme bildeten.
Freitag 01 Juni 2018 - Sonntag 02 September 2018 vom 10:00 bis 17:00
Individuele Personen

Gläserne Decken gab es zu allen Zeiten: Im siebzehnten Jahrhundert war es nahezu unmöglich, als Künstlerin Furore zu machen. Obwohl Michaelina durch ihr außergewöhnliches Talent in nichts hinter ihren männlichen Zeitgenossen zurückstand, ist ihr Werk fast ganz in Vergessenheit geraten. Zurzeit sind 26 Gemälde von ihrer Hand bekannt. Sie zeugen von ihrer gewagten Themenwahl und ihrer herausragenden malerischen Technik.

 

Geheimnisvolle Michaelina

Über Michaelina Wautier selbst ist äußerst wenig bekannt. Ihr Leben ist kaum dokumentiert. Kurz nach 1640 ließ sich die aus Mons stammende Künstlerin zusammen mit ihrem älteren Bruder, dem Maler Charles Wautier (1609-1703), in Brüssel nieder. Beide blieben unverheiratet und bewohnten ein stattliches Herrenhaus bei der Kappellekerk.

 

Außerordentlich vielseitig

Wautier unterschied sich von ihren weiblichen Kolleginnen durch die Vielseitigkeit der Genres, auf die sie sich verstand. So wagte sie sich neben Porträts und Genrestücken auch an Historienbilder im Großformat – etwas, woran selbst viele männliche Maler sich nicht herantrauten. 

Religiöse Themen setzte sie ebenso mühelos ins Bild wie mythologische Szenen. Sie beobachtete das Alltagsleben und malte sowohl anrührende Kinderporträts als auch wuchtige Charakterköpfe. Sie hatte eine exzellente Auffassungsgabe für alle geläufigen Genres, im kleinen wie im großen Format. Dadurch war Michaelina Wautier nicht nur einzigartig, sondern auch außerordentlich vielseitig.

 

Palette mit Mut

Daneben übernahm Michaelina auch Auftragsarbeiten, unter anderem für Erzherzog Leopold-Wilhelm, seinerzeit einer der wichtigsten Auftraggeber und Kunstsammler. Wautier war also keine Dilettantin, sondern eine professionelle Künstlerin, die in den Brüsseler Adelskreisen verkehrte und dort etliche prominente Militärs porträtierte. 

Ihr Meisterwerk ist zweifellos das Bacchanal (Kunsthistorisches Museum, Wien). Mit diesem großformatigen Werk demonstriert sie nicht nur ganz unbefangen ihre Kenntnis der männlichen Anatomie. Sie erscheint auch selbst im bunten Zug des trunkenen Gefolges. Sie verkleidet sich als halbnackte Mänade, die als einzige aus der Gruppe dem Betrachter direkt ins Auge blickt.

 

Praktisches

Michaelina

  • Ausstellungsort: das MAS
  • 1. Juni - 2 September 2018
  • 10 bis 17 Uhr (Geschlossen Montags)
  • Eintrittspreise: € 10 / € 8 / gratis

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Maßgeschneiderte Gruppenbesuche (max. 15 Personen)

  • Für Erwachsene: € 75 für max. 15 Teilnehmer (exkl. 5 € Verwaltungskosten und exkl. Eintritt zum Museum)
  • NL, EN, FR, DE
  • Reservierung ab März 2017 über baroque@stad.antwerpen.be

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