Restaurrierung Torbogen und Gartenpavillon

Sie können im Rubenshaus noch zwei Originalelemente des alten Rubenshauses besichtigen: den Torbogen und den Gartenpavillon. Nach über 400 Jahren müssen sie dringend repariert werden. Deshalb werden sie zwischen 2016 und 2017 gründlich restauriert.

Wohnhaus im altflämischen Stil

Rubens kaufte 1610 ein Haus mit Grundstück am Wapper in Antwerpen. Er entwarf selbst die Pläne für den Ausbau, der allen Wünschen und Anforderungen des Künstlers, Geschäftmannes, Familienvaters und Kunstsammlers entsprechen sollte. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Das ursprüngliche Wohnhaus im altflämischen Stil wurde mit einem halbrunden überkuppelten Skulpturenmuseum und einem Maleratelier ergänzt. Ein beeindruckender Torbogen verband das bestehende Wohnhaus mit dem neuen Atelier und bot einen schönen Durchblick in den Garten mit dem brandneuen Gartenpavillon.

 

Das Rubenshaus als Museum

Vermutlich blieb Rubens’ Haus bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts in dieser Form erhalten und wurde danach gründlich umgebaut. Ab 1937 versuchte die Stadt Antwerpen, das Haus so gut wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und eröffnete dann 1946 das Rubenshaus als Museum. Dieses Haus können Sie heute besichtigen. Von Rubens’ Entwürfen sind zwei Originalbestandteile erhalten geblieben: der Torbogen, der einen imposanten Durchgang zum Garten bildet, und der Gartenpavillon, der im hinteren Teil des Gartens die Aufmerksamkeit auf sich zieht. 

Heute müssen der Torbogen und der Gartenpavillon infolge eindringenden Wassers restauriert werden. Die Restaurierungsarbeiten sind für 2016-2017 geplant. Bis zum Beginn der Arbeiten stützt eine Holzkonstruktion das Muschelmotiv des Torbogens. Nach der Restaurierung können Sie den Torbogen und den Pavillon wieder im alten Glanz bewundern, als hätte Rubens sie gerade erst entworfen.

 

Die Restaurierung Schritt für Schritt 

Ende des 20. Jahrhunderts
Am Torbogen und dem Gartenpavillon sind deutliche Spuren von Verschmutzung und Niederschlag zu erkennen. Das Rubenshaus erstellt ein Restaurierungsdossier.

Ab 2000
Experten führen vor Ort verschiedene Vorstudien durch.

2012

  • Genehmigung des Restaurierungsprojekts.
  • Auftrag: Konsolidierung des Torbogens und des Gartenpavillons.
  • Vorgehensweise: Anbringen eines gläsernen Schutzdachs am Torbogen verhindert eine weitere Beschädigung durch Niederschlag.

2013
Die Proberestaurierung an drei verschiedenen Steinarten bestimmt das Restaurierungsverfahren. Der simulierte Niederschlag auf dem Torbogen wird durch eine Wetterstation, mit Digitalfotos und in Form einer Windkanalsimulation untersucht. Anhand der gewonnenen Daten werden die Platzierung und die Maße des gläsernen Schutzdaches bestimmt.

2014

Das Restaurierungsdossier wird bei der Flämischen Gemeinschaft eingereicht.

2016-2017

  • Die Restaurierung beginnt und wird ungefähr neun Monate dauern.
  • Ein Expertenkomitee überwacht genau das Restaurierungsverfahren. Die Flämische Gemeinschaft und die Stadt Antwerpen finanzieren das Projekt.