Adam de Coster

„Ein Mann und ein Junge bei Kerzenlicht” ist ein caravaggesker Neuerwerb des Rubenshauses, der qua Stil und Ausarbeitung eng an das beim Publikum sehr beliebte Gemälde „Verleugnung des Petrus” von Gerard Seghers anschließt.

Ein Mann mit einer brennenden Kerze in der Hand schaut den Betrachter schräg von der Seite an, während ihm ein Junge lachend ein Glas Wein reicht. Das Bild wurde im Stil Caravaggios (1571-1610) gemalt, dessen Werk De Coster vermutlich in Rom kennengelernt hatte. Kennzeichnend für Caravaggios Stil sind die spannenden Hell-Dunkel-Kontraste („Chiaroscuro”) und der unverfälschte Realismus.

Adam de Coster wurde vor allem durch seine Gemälde von nächtlichen Szenen mit Figuren bei Kerzenlicht bekannt. Auf einem Kupferstich mit seinem Porträt wird er als „pictor noctium”, d.h. als „Maler der Nacht“ bezeichnet. Auch Rubens hat Nachtstücke dieser Art gemalt.