Jacob Jordaens

Das Rubenshaus präsentiert ein Selbstbildnis von Jordaens, das um 1645-1649 gemalt wurde. Jacob Jordaens (1593-1678) gehört zusammen mit Rubens und Van Dyck zu den drei Hauptfiguren des Barocks in den Südlichen Niederlanden.

Nach Rubens Tod im Jahr 1640 und Van Dycks Tod im Jahr 1641 war Jordaens der wichtigste Künstler der Stadt an der Schelde. 1649 veröffentlichte Johannes Meyssens (1616-1670) in seinen Images de divers hommes d’esprit sublime ein Porträt von Jacob Jordaens. Dieser Kupferstich - eine Reproduktion des gemalten Selbstbildnisses, das heute in der Staatsgalerie Neuburg an der Donau besichtigt werden kann - gilt heute als ein ikonisches Bild von Jordaens. 

Bei dem Werk, das im Rubenshaus ausgestellt wird, handelt es sich um eine Fassung, die im Atelier nachgebildet und von Jordaens aufgearbeitet wurde. Der Erwerb dieses Porträts ermöglicht es dem Museum, Jordaens so zu zeigen, wie er wirklich war: selbstbewusst, aber bescheiden. Außerdem ist das Rubenshaus dadurch als einziges Museum nördlich der Alpen in der Lage, Selbstbildnisse von Rubens, Van Dyck und Jordaens gleichzeitig zu präsentieren.